Rezensionen - Filme

Eine Karikatur von Religion - der Film KREUZWEG

In seinem Spielfilm „Kreuzweg“ erzählt Regisseur Dietrich Brüggemann nach einem zusammen mit seiner Schwester Anna Brüggemann verfassten Drehbuch von der vierzehnjährigen Maria (Lea van Acken), die Gott ihr Leben als Opfer anbieten möchte, damit ihr vierjähriger Bruder Johannes geheilt wird. Brüggemann folgt Marias Weg als Widerspiegelung der 14 Kreuzwegstationen – von „Jesus wird zum Tode verurteil“ bis „Der heilige Leichnam Jesu wird ins Grab gelegt.“ Formal besticht „Kreuzweg“ durch die Entscheidung, den ganzen Film in einer Aufeinanderfolge fester Einstellungen zu gestalten.

The Monuments Men - Ungewöhnliche Helden

Jan van Eycks „Genter Altar“ gehört die erste Szene in George Clooneys Spielfilm „The Monuments Men – Ungewöhnliche Helden“: Einige Priester hängen den mehrfach klappbaren Flügelaltar in der Genter St.-Bavo-Kathedrale hastig ab, um ihn dem Zugriff der vorrückenden Wehrmacht zu entziehen. Dass dies nicht gelang, weil der kunstbesessene Hitler ihm nachspüren ließ und ihn aus dem südfranzösischen Schloss Pau nach Neuschwanstein bringen ließ, ist genauso bekannt wie seine Entdeckung nach Kriegsende im österreichischen Salzbergwerk Altaussee. Regisseur Clooney und seinem Mitdrehbuchautor Grant Heslov dient die Fahndung nach dem Genter Altar sowie nach der ebenfalls in Altaussee wiedergefundenen Brügger „Madonna mit Kind“ von Michelangelo als roter Faden, der sich durch seinen ganzen Film zieht.

Berlinale-2014-Generation-14-plus

Innerhalb der 64. Internationalen Filmfestspiele Berlin werden in mittlerweile dreizehn verschiedenen Sektionen mehr als vierhundert Spiel- und Dokumentarfilme vorgeführt. Eine dieser Sektionen stellt unter dem Oberbegriff „Generation“ in den zwei voneinander unabhängigen Wettbewerben „Kplus“ und „14plus“ Kurz- und Langfilme vor, die sich an Kinder bis 14 Jahren respektive an 14- bis 18-jährige Jugendliche wenden. Der diesjährige „Kplus“-Wettbewerb besteht aus zwölf, der „14plus“-Wettbewerb aus 16 Langfilmen, zu denen Kurzfilme in unterschiedlicher Länge hinzukommen.

Mandela - Der lange Weg zur Freiheit

Mandela - Der lange Weg zur Freiheit
Der 1918 geborene Nelson Mandela wächst in der Steppenlandschaft einer ländlichen Region Südafrikas auf. Der nun im deutschen Kino startende Spielfilm von Justin Chadwick „Mandela – Der lange Weg zur Freiheit“ setzt etwa Anfang der 1930er Jahre an, als Madiba – so sein traditioneller Clanname – bei einem hergebrachten Ritual seinen Abschied von der Kindheit feiert. Der ihm zugedachte Spruch „Allein bist Du klein“ steht denn auch als eine Art Motto über dem gesamten Film. Die bekanntesten Spielfilme über Nelson Mandela „Goodbye Bafana“ (Bille August, 2007) und „Invictus“ (Clint Eastwood, 2009) erzählen aus der Sicht eines anderen oder beschränken sich auf einen Ausschnitt aus Mandelas Biografie: „Goodbye Bafana“ basiert auf den Memoiren des Robben Island-Gefängniswärters James Gregory.
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12 Years a Slave

12 Years a Slave
„12 Years a Slave“ erzählt nach einer wahren Begebenheit, wie es zu Beginn heißt, von den zwölf Jahren, die Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor) im Süden der Vereinigen Staaten als Sklave verbrachte. In Saratoga, New York führt der Tischler, der sich mit seiner Geige ein Nebenbrot verdient, ein freies und ruhiges Leben mit seiner Frau und seinen zwei Kindern. Als ihm eines Tages zwei Männer eines Wanderzirkus’ einen gut bezahlten Musikerjob in Washington anbieten, ist es jedoch mit dem ruhigen und freien Leben vorbei: Nach dem reichlichen Alkoholgenuss, mit dem in einem Restaurant sein Engagement gefeiert werden soll, wacht er am nächsten Morgen in einem schmutzigen Keller in Ketten auf.
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Der Hobbit: Smaugs Einöde

 Smaugs Einöde
„Der Hobbit – Eine unerwartete Reise“ (siehe Filmarchiv), der erste Teil der Filmtrilogie, in die Tolkiens Kinderbuch „Der kleine Hobbit“ umgesetzt wurde, entwickelte sich nicht nur an der Kinokasse zu einem großen Erfolg: Mit mehr als einer Milliarde Dollar Umsatz gehört Peter Jacksons Film zu dem exklusiven, bislang aus 17 Filmen bestehenden Club der Spielfilme, die diese magische Grenze überschritten haben. „Der Hobbit – Eine unerwartete Reise“ konnte jedoch auch filmisch überzeugen, weil es Jackson gelang, die Verspieltheit der Buchvorlage und die mythische Kraft des Mittelerde-Universums dadurch miteinander zu verknüpfen, dass „Der Hobbit“ visuell und erzählerisch in die Vorgeschichte von Tolkiens Hauptwerk „Der Herr der Ringe“ eingebettet wurde.
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Die Tribute von Panem - Catching Fire

Die Tribute von Panem - Catching Fire
Die Buch-Trilogie „Die Tribute von Panem“ von Suzanne Collins stellte nach der Verfilmung des ersten Bandes einen neuen Verkaufsrekord auf: Von den deutschsprachigen Ausgaben gingen bislang mehr als 2,5 Millionen Exemplare über die Ladentheke. Insgesamt wurde die Geschichte der Katniss Everdeen, die in einer dystopischen Zukunftsvision an einem Gladiatorenkampf auf Leben und Tod teilzunehmen gezwungen wird, in 51 Sprachen übersetzt. Im ersten Film „Die Tribute von Panem – The Hunger Games“ (siehe Filmarchiv) gelang es Katniss (Jennifer Lawrence) und Peeta (Josh Hutcherson) durch eine List, gemeinsam zu überleben und die sogenannten 74. „Hungerspiele“ zu gewinnen. Weil der erste Film weltweit mehr als 690 Millionen Dollar (bei Produktionskosten von 78 Millionen) umsetzte, kommt nun die Verfilmung des zweiten Bandes „Die Tribute von Panem – Catching Fire“ ins Kino.
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Captain Phillips

Captain Phillips
Die Handlung des Spielfilms „Captain Phillips“ von Paul Greengrass basiert auf wahren Begebenheiten: Im April 2009 kaperten somalische Piraten das US-amerikanische Frachtschiff „Maersk Alabama“. Den Piraten gelang es, den 53-jährigen Kapitän Richard Phillips in ihre Gewalt zu bringen. Nachdem sein wagemutiger Fluchtversuch gescheitert war, wurde er von einer Sondereinheit der amerikanischen Streitkräfte befreit. Ein Jahr später verarbeitete der Frachtschiffskapitän seine Erlebnisse in dem autobiographischen Buch „A Captain’s Duty“ (Deutsch: „Höllentage auf See “), das für das Drehbuch von Billy Ray als Grundlage diente. Dennoch erzählt der Film nicht nur aus der Sicht von Richard Phillips. Auf für eine Hollywood-Großproduktion eher außergewöhnliche Art versucht „Captain Phillips“ auch die Sicht der Somalier darzulegen.
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Inside Wikileaks - Die fünfte Gewalt

Inside Wikileaks - Die fünfte Gewalt
Am 25. Juli 2010 veröffentlichten der britische „The Guardian“, die US-amerikanische „The New York Times“ und „Der Spiegel“ zeitgleich tausende brisante Geheimdokumente, die ihnen eine Webseite namens WikiLeaks zugespielt hatte. Bill Condons Spielfilm „Inside Wikileaks – Die fünfte Gewalt“ beginnt mit diesem für die Enthüllung von Staatsgeheimnissen entscheidenden Tag.
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Sein letztes Rennen

Sein letztes Rennen
Bei den Olympischen Spielen Melbourne 1956 gewann Paul Averhoff (Dieter Hallervorden) im Marathonlauf die Goldmedaille und wurde so zu einer Lauflegende. Nun lebt er zusammen mit seiner Frau Margot (Tatja Seibt) zurückgezogen. Das Siegerfoto mit der Goldmedaille und seiner Frau steht zwar an prominenter Stelle im Wohnzimmer. Heute kümmert er sich jedoch eher um das Gartenobst. Als Margot Averhoff wieder einmal einen Schwächeanfall erleidet und in der Küche stürzt, steht es für die herbeigeeilte Tochter Birgit (Heike Makatsch) fest: Ihre Eltern müssen endlich einsehen, dass sie ins Altersheim gehören. Schließlich sei sie als Stewardess immer unterwegs und könne für ihre Eltern gar nicht genügend sorgen. So kommen Paul und Margot Averhoff in ein Heim.
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