Ein neuer, globaler Fokus, auf die Rechte von Kindern

Es ist interessant, dass sich die Familiengesetzgebung nach der Geburt eines Kindes nur noch um dessen Wohlbefinden zu kümmern scheint. Zumindest in der Theorie wiegt dieses schwerer, als alle andere Faktoren, die eine Rolle spielen könnten. Doch wenn es um solche Aspekte wie Kinderwunsch oder das Zerbrechen von Beziehungen geht, weil erwachsene Menschen es oft aus unterschiedlichsten Gründen nicht miteinander aushalten, legt die Gesellschaft mehr Wert auf das „Recht“ von Erwachsenen, Kinder -koste es, was es wolle- zu bekommen, oder das „Recht“, sich selbst -nach Trennung- neu zu verwirklichen. Das Wohlbefinden des Kindes und sein natürliches Bedürfnis, in einer stabilen familiären Beziehung aufzuwachsen, spielt dann offensichtlich keine Rolle mehr.

Eine Gesellschaft selbstsüchtiger Individualisten hat keine Zukunft

Welche Werte werden in westlichen Familien vermittelt? Was muss sich ändern? -- In einem Vortrag im Mai 2014 in Nairobi stellte Cormac Burke - katholischer Priester und Theologe - die Frage, welches Erbe Eltern heutzutage an ihre Kinder weitergeben. Entgegen ihrer besten Absichten, ist er überzeugt, dass viele Eheleute solche Unwerte wie Konsumismus, sofortige Wunsch-Befriedigung und Durchsetzung von Autonomie, die unsere Gesellschaft prägen, vermitteln. Aber, so warnt er, eine Gesellschaft selbstsüchtiger Individualisten hat keine Zukunft. Ohne wahre Werte, die man mit anderen Menschen teilt, gibt es weniger Gemeinsamkeiten, was letztendlich zur Auflösung des Zusammenhalts der Gesellschaft führt. Dies fordert die Frage heraus: wie können sich diese Dinge, in der und durch die Familie ändern? Hier seine Empfehlungen. (Bildnachweis: Die Ojeda -Großfamilie, Spanien, 2007. Flickr / Ojedamd via Wikimedia)

Geht es den Kindern wirklich gut?

Es gibt wohl kein umstritteneres Thema in der Soziologie, als die Frage, ob gleichgeschlechtliche Paare einen ähnlich guten Job bei der Erziehung von Kindern leisten, als deren biologische Eltern. Nachdem immer mehr US-Staaten die sog. „Ehe“ zwischen Gleichgeschlechtlichen erlauben, urteilen auch immer mehr Richter, dass es „keine Unterschiede“ gäbe. Den Kindern gehe es gut. Gelegentlich behauptet die eine oder andere Sozialstudie sogar, dass es Kindern besser gehe, wenn ihre „Eltern“ beide gleichen Geschlechts sind. -- (Bildnachweis: "Were a gay and happy family wagon" by Melinda - originally posted to Flickr as Children in Wagon (Part 2). via Wikimedia Commons)

Wunsch-Zettel ist keine Bestell-Liste! - Weihnachtsgeschenke-Tipps für Kinder

Dass auch in diesem Jahr wieder zum Weihnachtsfest tief in die Tasche gegriffen wird, lässt eine Zahl vermuten, die die Hochschule für Ökonomie und Management (FOM) jetzt veröffentlicht hat: 447 Euro geben die Konsumenten pro Person für Geschenke aus. Und das Marktforschungsinstitut „Research und Consulting“ hat herausgefunden, dass Eltern in diesem Jahr pro Kind 129 Euro ausgeben. Schon Drei- bis Fünfjährige dürfen sich demnach über Geschenke im Wert von 105 Euro freuen, für ihre über Zwölfjährigen geben Eltern sogar durchschnittlich 152 Euro aus.

Inzest und Pornographie stehen sich näher, als wir annehmen

Inzest bleibt ein Tabu, aber Pornographie zerstört in gleicher Weise Ehe und Familie. --- Obwohl die Ablehnung inzestuöser Beziehungen, also sexueller Kontakte unter Blutsverwandten, in der Geschichte der Menschheit immer Bestand hatte, werden die Gründe dafür heutzutage immer weniger verstanden und schwieriger zu verteidigen. Dies ist zum Teil Folge des Missverständnisses, dass Inzest untersagt werden müsse, um zu verhindern, dass Kinder mit genetischen Anomalien oder anderen Beeinträchtigungen erzeugt werden. Heute gibt es allerdings so viele Optionen, Beeinträchtigungen dieser Art zu verhindern, dass Argumente gegen inzestuöse Beziehungen immer weniger verstanden werden. Blutsverwandte Sexualpartner könnten sich ja entscheiden, keine Kinder zu bekommen, oder aber sich der Selektionsmöglichkeiten der modernen Reproduktionstechnologie bedienen, um gesunde Kinder zu bekommen.

Jungen zum Respekt vor Frauen erziehen

Wie die meisten jungen Frauen, gebe ich gern zu, dass ich mich schon häufig über das Verhalten junger Männer von heute beklagt habe. Ich bin selbst zwar glücklich, mit einem bemerkenswerten Mann verlobt zu sein, doch wie wird es meinen Schwestern, Freundinnen und meinen künftigen Töchtern ergehen? Auch sie verdienen Männer, die sie beständig mit Liebe und Respekt behandeln.

Die Macht der Niedlichkeit (2)

Die Geschichte eines zurückgelassenen Babys offenbart widersprüchliche Haltungen gegenüber Kindern mit Down Syndrom. --- In der letzten Zeit gab es heftige Diskussionen um Baby Gammy, das mit Down-Syndrom und einem Herzfehler von einer thailändischen Leihmutter geboren wurde. Die Auftraggeber der Leihmutterschaft, ein australisches Ehepaar, ließen den Jungen zurück und nahmen nur die gesunde Zwillingsschwester mit nach Hause. Viele Menschen in Australien haben darauf mit großzügigen Spenden reagiert, um dem kleinen, fotogenen Kerl eine angemessene medizinische Versorgung zu ermöglichen.

Glücklich leben, oder im Geld schwimmen?

Was beruflich erfolgreiche Menschen wohl am meisten bedauern, ist nicht genügend Zeit mit Familie und Freunden zu haben. Nicht so Mohamed El-Erian. --- El-Erian gab seinen Posten als CEO des 2 Billionen Dollar schweren Investment-Fonds PIMCO in Kalifornien im Mai 2013 auf. Der Auslöser, den er in einem kleinen Essay beschrieb, war, dass seine zehnjährige Tochter ihm eine Liste mit 22 wichtigen Momenten in ihrem jungen Leben übergeben hatte, an denen er arbeitsbedingt nicht teilnehmen konnte, vom ersten Schultag bis hin zu Elternsprechtagen. Familie ist eben, anders als Geld, unersetzbar.

Die Macht der Niedlichkeit (1)

Die Geschichte eines zurückgelassenen Babys offenbart widersprüchliche Haltungen gegenüber Kindern mit Down Syndrom. --- In der letzten Zeit gab es heftige Diskussionen um Baby Gammy, das mit Down-Syndrom und einem Herzfehler von einer thailändischen Leihmutter geboren wurde. Die Auftraggeber der Leihmutterschaft, ein australisches Ehepaar, ließen den Jungen zurück und nahmen nur die gesunde Zwillingsschwester mit nach Hause. Viele Menschen in Australien haben darauf mit großzügigen Spenden reagiert, um dem kleinen, fotogenen Kerl eine angemessene medizinische Versorgung zu ermöglichen.

Recht und Moral im öffentlichen Diskurs (2)

(photo credit: onesevenone via photopin cc) - Einer der umstrittensten Streitfälle in der heutigen politischen Debatte ist, ob Religion in den öffentlichen Raum gehört, oder ob sie eine offene Auseinandersetzung vergiftet. - Der katholiche Erzbischof von Philadelphia, Charles J. Chaput, hat diese Streitfrage auf einem Seminar in Toronto thematisiert. Hier die leicht verkürzte Version seines Vortrags.

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