Neue Studie: Mehrheit will lieber Geld als Krippenplatz

 Mehrheit will lieber Geld als Krippenplatz
Wenn junge Frauen in Deutschland echte Wahlfreiheit hätten, würden fast 70% ihre Kinder in den ersten 3 Lebensjahren selbst erziehen und nicht in die Krippe geben. Das ergibt eine repräsentative Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut IPSOS im Auftrag des Familiennetzwerkes Deutschland jetzt durchgeführt hat.
Für die Studie, durchgeführt im Auftrag des "Familiennetzwerks", wurden in diesem März 2000 Personen in ganz Deutschland befragt. Die Ergebnisse der Studie veröffentlichete die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" am 30. März 2007.
70 % der Frauen wollen ihre Kinder lieber zu Hause erziehen
In der Befragung wurde davon ausgegangen, dass ein Platz für ein- bis dreijähriges Kind etwa tausend Euro im Monat kostet und die Eltern dieses Geld steuerfrei ausgezahlt bekämen.
Als zusätzliche Bedingung wurde formuliert, dass der Wiedereinstieg in die alte berufliche Position auch nach mehreren Erziehungsjahren problemlos gelingen würde.
Unter diesen beiden Voraussetzungen würden sich 70 Prozent der Frauen, deren ältestes Kind jünger als drei Jahre ist, und auch die "potentiellen Mütter" unter 45 Jahren dafür entscheiden, drei bis sieben Jahre lang zu Hause zu bleiben.
Nur 22 Prozent würden unter diesen Bedingungen lediglich drei Jahre zu Hause bleiben wollen. 4,5 Prozent würden sogar mehr als sieben Jahre lang auf eine Berufstätigkeit verzichten.
Auf Grund dieser Ergebnisse stellt sich die Forderung verschiedener Familienverbände nach einem Erziehungsgehalt für Mütter (300 bis 400 € pro Monat) wie von selbst. In Schweden und Norwegen ist dies bereits eingeführt oder geplant.
Pläne der Bundesfamilienministerin sind überzogen und nicht durchsetzbar
Angesichts der tatsächlichen Wünsche von Eltern und der hohen Kosten für Krippenplätze erscheinen die Pläne der Bundesfamilienministerin nicht durchsetzbart.
Für die von ihr geforderten 500.000 zusätzlichen Krippenplätze, das zeigen neue Berechnungen der Städte und Kommunen, sind nicht 3 Milliarden Euro notwendig, sondern 8 Milliarden. Da diese Träger die finanzielle Hauptlast für die neuen Krippenplätze tragen müssen, ist ein starker Widerstand gegen die Pläne von der Leyens vorprogrammiert.
Das Familiennetzwerk weist zusätzlich darauf hin, dass angesichts sinkender Geburtenraten und des tatsächlichen Bedarfs, 100.000 zusätzliche Plätze mehr als genug zu sein scheinen .
Die genaue Aufstellung der Zahlen ist auf der Internetseite des Familiennetzwerkes Deutschland zu finden.
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