Unsere übermenschlichen Kids

In der Zukunft zu leben, ist eine probate Beschäftigung von Kindern, die sich zwanghaft mit den Herausforderungen unserer Zeit herumschlagen, z.B. indem sie in jeder freien Minute Videogames spielen. Als pädiatrische Beschäftigungstherapeutin, die mit solchen jungen Kriegern arbeiten muss, stelle ich immer die Frage: „Was willst du eigentlich einmal werden, wenn du groß bist?“ Vor wenigen Jahren war die Antwort oft: „Ich möchte Videogames entwickeln“; heute erhalte ich die Antwort „Ich will der und der Krieger (eine Videogame-Figur) sein“.

4 Tipps für positiven Gruppendruck

Am letzten Wochenende klappte die 19jährige Georgina Bartter auf dem Sydney Music Festival zusammen und verstarb kurze Zeit später, vermutlich an einem Drogenschock. Als ich den erschütternden Bericht in der Zeitung las, fiel mir folgende Bemerkung auf: „Sie litt an Allergien und Drogenkonsum passte eigentlich gar nicht zu ihr.“ Der Kommentar erregte mein Interesse aus zwei Gründen: der offensichtlich starke Gruppendruck, der zum tragischen Tod einer jungen Frau führte und weil mich just an diesem Wochenende ein Teenager fragte, wie sie ihre Freundinnen davon abhalten könne, sich auf ungesunde Verhaltensweisen einzulassen, wie Drogenkonsum, Koma-Saufen und wechselnde sexuelle Beziehungen.

Die Senioren machen den Unterschied

Wir haben in diesem Blog oft die Notwendigkeit diskutiert, unsere immer älter werdenden Mitmenschen besser einzubinden. Sie haben unendlich viele Talente und Erfahrungen, die sie weitergeben können und ihre Teilhabe an der Gesellschaft bedeutet einen Quantensprung an Lebensqualität für sie selbst und für die Nutznießer ihrer Aktivitäten.

Meditation, Old School (1)

In westlichen Gesellschaften – die sich zugleich als Leistungsgesellschaften definieren und als Spaß- oder Freizeitgesellschaften fühlen – gibt es ein zunehmendes Bedürfnis nach „Ausgleich“ und Entspannung, nach „Entschleunigung“ und „Wellness“, gern verbunden mit ein wenig Sinngebung. In den letzten Jahrzehnten wurden fast alle Lebensbereiche schleichend vom Leistungsdenken und vom ewigen Wettbewerb erfasst, bis tief hinein ins Familienleben und auch die Freizeitgestaltung. Zugleich schwanden rapide fast alle spirituellen Bezugspunkte im täglichen Leben, die zuvor eine anstrengende und oft harte Lebenswirklichkeit in Perspektive gesetzt und damit erträglich gemacht hatten. Angesichts der entstandenen spirituellen Ödnis blühen schon seit langem diverse Angebote auf dem „Sinngebungsmarkt“ und in der Wellness-Industrie; sehr häufig finden sich dabei Schwundformen asiatischer religiöser Traditionen. Bei der Suche nach Entlastung und Heilung muss man aber nicht in die Ferne schweifen; ein Comeback traditioneller christlicher Meditation kann auch in einer „religiös unmusikalischen“ Gesellschaft zu erstaunlichen Wirkungen führen.

Wenn E-Mails öffentlich werden

Es gibt eine Lektion für uns alle angesichts der Enthüllungen der von Sony gestohlenen E-Mails, deren Inhalt die Medien über die ganze Welt verbreitet haben. Es ist eine besondere Lektion für Amy Pascal, der Co-Vorsitzenden von Sony Pictures Entertainment (SPE), die diese vielleicht gern beherzigt hätte, bevor sie herabsetzende, rassistische Kommentare per Mail über Präsident Obama absonderte, oder eine E-Mail, in der sie Leonardo DiCaprio „absolut widerwärtig“ nannte, als er sich entschied, aus einer geplanten Filmbiographie zu Steve Jobs auszusteigen.

Der „No Gender December“ ein Thema für #firstworldproblem

Der „No Gender December“ ist der Monat, in dem mit diversen Aktionen das Bewusstsein gegen ein „gegendertes Marketing“ von Kinderspielzeug geschärft werden soll. Mit dem Slogan: „Stereotypen haben unter meinem Weihnachtsbaum keinen Platz“, kann man auf einer speziell dafür eingerichteten virtuellen „Heldenplakatwand“ seine Nachricht hinterlassen, zu einer Tee-Runde einladen, um diese frohe Botschaft zu verbreiten, oder zu Demonstrationen aufrufen, damit das Parlament endlich Gesetze gegen ein „gegendertes Marketing“ von Kinderspielzeug beschließt.

Kinderbetreuung in Nordrhein-Westfalen: Ein großes potemkinsches Dorf

Kinder kommen immer früher in eine Kita, so verkünden die aktuellen Jubelmeldungen in Nordrhein-Westfalen. Grund genug, die Zahlen ein bisschen zu sortieren, denn zwischen Tagesmüttern, Krippe, Kindergarten oder Kindertagesstätte (Kita) unterscheidet in der Berichtserstattung kaum noch jemand. Es ist aber durchaus relevant, wenn man die Entwicklung realistisch betrachten oder gar daraus ableiten möchte, an welcher Stelle mehr Bedarf besteht – oder auch weniger. Leider machen es einem die Zahlen, die der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) in seinen regelmäßigen Bildungsreporten veröffentlicht, nicht gerade einfach, diese Unterscheidung vorzunehmen. Möglicherweise ist das Zusammenwerfen verschiedener Betreuungsformen in einen Topf auch politisch gewollt, um die Jubelmeldungen nicht durch relativierende Fakten zu unterbrechen.

Männer, die Kinder kriegen und andere postmoderne Mythen

Einen Transgender Mann „er“ zu nennen, ist ein politisches Statement, das die Realität verdeckt. - Es gibt eine brandneue Studie in den USA über das Thema, was es bedeutet, „Mann und schwanger“ zu sein. Das Online Journal Obstetrics & Gynecology publizierte die Ergebnisse einer Studie zum Thema: ‘Transgender Men Who Experienced Pregnancy After Female-to-Male Gender Transitioning’. (Transgender Männer, die nach Geschlechtsumwandlung von Frau zu Mann schwanger wurden). (Bild: Thomas Beatie -- geb. Tracy Lehuanani LaGondino -- in der Oprah Winfrey Show 2008 )

The Interview

Kaum ein Spielfilm löste in letzter Zeit bereits im Vorfeld so viele politische Reaktionen aus wie „The Interview“. Nachdem Sony eine filmische Satire auf den nordkoreanischen „Obersten Führer“ Kim Jong-Un angekündigt hatte, erlitt das Filmstudio einen Hackerangriff, hinter dem Nordkorea vermutet, aber nicht sicher ausgemacht wurde. Daraufhin setzte Sony den Kinostart von „The Interview“ ab. Nach einem Vorstoß des Regisseurs und Schauspielers George Clooney und einer Äußerung von Präsident Barack Obama selbst („Wir können keine Gesellschaft haben, in der irgendein Diktator irgendwo in der Welt anfangen kann, hier in den Vereinigten Staaten die Zensur einzuführen“) entschloss sich Sony doch noch, „The Interview“ in etwa 300 Kinos der Vereinigten Staaten am ersten Weihnachtsfeiertag spielen zu lassen. Trotz Attentatsdrohungen wurde kein Zwischenfall bekannt. Nun startet „The Interview“ im deutschen Kinoprogramm. (Bild: © Sony Pictures International. All Rights Reserved)

Glücklich, wer ...

Es ist allen Menschen gemeinsam, dass sie danach streben, glücklich zu sein. Die Vorstellungen und Bemühungen um das Glück sind allerdings sehr unterschiedlich. Jeder jagt dem Glück auf anderen Wegen nach, je nachdem, was er als sein Glück ansieht: materieller Wohlstand, Erfolg, Ehre. Warum ist das den meisten Menschen so wichtig?

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