Recht und Freiheit privater Schulträger zur Errichtung von Mädchen- oder Jungengymnasien in Deutschland

Reufels, Walter
Nummer: 64
5,00 €

Walter Reufels dokumentiert einen Rechtsstreit zwischen dem Bildungsministerium Brandenburg und einer pädagogisch engagierten Elterninitiative, die ihr Grundrecht auf Errichtung einer monoedukativen Privatschule wahrnehmen möchte. Diese Dokumentation ist nicht nur für Schuljuristen, sondern vor allem auch für Erziehungswissenschaftler, Pädagogen und auch für pädagogisch interessierte Eltern „ein Muss“.

Die ausführliche Diskussion alternativer pädagogischer Konzepte nimmt u.a. die alarmierende Tatsache in den Blick, dass in Deutschland im Zuge der recht erfolgreichen Bemühungen der letzten vierzig Jahre um eine wirksamere Mädchenförderung die Jungen zunehmend ins bildungspolitische Abseits geraten sind. Vor- und Nachteile von Monoedukation, Koedukation, reflexiver Koedukation werden kritisch überprüft und gegeneinander abgewogen. Das Ringen um eine geschlechtersensiblere Erziehungsmethode, die gleichermaßen Mädchen wie auch Jungen gezielter entsprechend ihren unterschiedlichen Stärken und Schwächen zu fördern vermag, wird durch wissenschaftliche Gutachten begleitet und gestützt.

Der Rechtsstreit, der von 2007 bis 2013 fast sechs Jahre in Anspruch nahm, führte durch alle Instanzen. Alle Urteile bestätigten das Recht der Elterninitiative, die von ihr gewünschte Schule gründen zu können.

Die Urteilsbegründungen sind ausführlich zitiert und juristisch wie auch pädagogisch von großem Interesse. Besondere Bedeutung kommt dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig zu, weil es bundesweite Wirksamkeit besitzt und sowohl den Bestand traditionsreicher monoedukativer Mädchen- und Jungenschulen sichert, als auch Neugründungen rechtlich ermöglicht.

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