Die Wertschätzung der Familie bleibt weiterhin hoch (1)

Die Wertschätzung der Familie bleibt weiterhin hoch (1)
Globale Daten belegen die universelle Akzeptanz der traditionellen Familie, wiewohl eine gewisse Erosion festzustellen ist. Laurie deRose wertet globale Statistiken zu Familienstruktur, Kindesentwicklung, Familienkultur und zum wirtschaftlichen Wohlergehen der Familien aus. Wir veröffentlichen die Ergebnisse des Reports, die für die Familie überwiegend positiv ausfallen.
von Laurie deRose ins Deutsche übertragen von Horst Niederehe
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Zweiter Teil

Die wichtigsten Ergebnisse

In der ganzen Welt ist die Akzeptanz der Familie ausgeprägt. In jedem Land, bis auf Schweden, besteht Konsens bei Männern wie Frauen, dass Kinder einen Vater und eine Mutter brauchen, um sich bestmöglich zu entwickeln.
In allen 29 Ländern, die untersucht wurden, ist die Mehrheit der Erwachsenen überzeugt, dass die Ehe von Bedeutung ist und dass eine bessere Förderung der Familie wünschenswert wäre.
Dagegen ist die Bejahung der Dauerhaftigkeit der Ehe rückläufig; Erwachsene in vielen Ländern haben eine tolerante Haltung zur Ehescheidung.
Der Ehestand ist eine nahezu globale Institution. Die Bedeutung der Ehe jedoch variiert von Land zu Land und hat sich auch im Lauf der Zeit geändert.
In vielen Ländern bedeutet Ehe in erster Linie Liebe und Gemeinschaft, ein starker Kontrast zur Gestalt der Ehe in der vorindustriellen Gesellschaft, wo die Sicherung des ökonomischen Überlebens im Vordergrund stand. Wie dem auch sei, die Ehe wird von vielen als der Gold-Standard der Beziehungen angesehen, als optimale Voraussetzung für die Erziehung von Kindern und als Verbindung, die man nicht leichtfertig beenden sollte. Wie viele Menschen weltweit diese Ansicht teilen, ist jedoch nicht belegt.
Wir präsentieren hier Daten des World Values Survey, um die Haltung von Erwachsenen zu Ehe und Familie näher zu beleuchten. Die Daten wurden zwischen 1999 und 2007 erhoben und behandeln folgende vier kulturelle Indikatoren in insgesamt 29 Ländern:

  • Zustimmung, dass Kinder Vater und Mutter brauchen, um sich gesund zu entwickeln.
  • Widerspruch, dass die Ehe eine veraltete Institution sei.
  • Zustimmung, dass die Familie bessere gesellschaftliche Förderung verdient.
  • Frage, ob Ehescheidungen gerechtfertigt sind.

Da Daten für den World Values Survey bereits seit den frühen 1980er Jahren in vielen der 29 Länder erhoben werden, lässt sich auch ein Bild der Veränderung der Familienkultur über die letzten 25 Jahre zeichnen.
Brauchen Kinder eine Mutter und einen Vater?

Die überwältigende Mehrheit der Befragten ist überzeugt, dass ein Kind in einem Haushalt mit Mutter und Vater aufwachsen sollte. (siehe Tabelle 3, Datenreihe 1)
Diese Überzeugung ist besonders ausgeprägt in Lateinamerika: Argentinien: >75 %, Chile: 88 %, Kolumbien 86 % und Peru 93 %.
In Nord-Amerika teilen immerhin 63 % U.S.-Amerikaner und 65 % Kanadier diese Überzeugung.
Die Zustimmung ist sogar in Europa noch größer als auf beiden amerikanischen Kontinenten; die einzige Ausnahme bildet hier Schweden. Dort sind nur 47 % der erwachsenen Bevölkerung der Auffassung, dass ein Kind am Besten in einem Haushalt mit beiden leiblichen Elternteilen gedeiht. Schweden ist tatsächlich das einzige Land der Welt, in dem nur eine Minderheit dieser Auffassung zustimmt. In anderen europäischen Ländern stellt sich die Zustimmung, wie folgt dar: 93 % in Italien, 95 % in Polen, 86 % in Frankreich, 88 % in Deutschland, 78 % in Spanien und 67 % in Großbritannien.
Die Zustimmung ist auch umfassend in den Ländern des mittleren Ostens und in Afrika: 99 % in Ägypten, 95 % in Saudi-Arabien, 97 % in Nigeria und 91 % in Südafrika.
Auch in Asien wird die traditionelle Familie hoch geschätzt: 97 % China; 90 % Indien, 92 % Malaysia, 97 % Philippinen, 81 % Indonesien, 89 % Japan, und 87 % Taiwan.
Australien liegt mit 70 % ebenso wie Neuseeland mit 68 % in ähnlicher Größenordnung, wie die USA, Kanada und Großbritannien.
Es gibt keine Anhaltspunkte, dass diese Zahlen sich kurzfristig drastisch in die eine oder andere Richtung bewegen werden.
Detailliertere Informationen (in englisch) HYPERLINK "http://www.sustaindemographicdividend.org/e-ppendix" http://www.sustaindemographicdividend.org/e-ppendix
Die Unterstützung der traditionellen Familie ist über die Zeit in den Ländern relativ stabil geblieben. Zwei erwähnenswerte Ausnahmen sind Chile, wo die Zustimmung von 93 % (1990) auf 76 % (2006) sank, sowie Schweden, wo die Zustimmung von 71 % (1982) auf 47 % (2006) zurückging. In Südafrika dagegen stieg die Zustimmung von 83 % (1982) auf 91 % (2006).
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> Detailliertere Informationen (in englisch)

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