Wissenschaftler haben herausgefunden, warum Kinder oft selbstsüchtig sind. Kein Scherz!....

Wissenschaftler haben herausgefunden, warum Kinder oft selbstsüchtig sind. Kein Scherz!....
Verhaltensforschung, Psychologie und Soziologie haben in den vergangenen Jahrzehnten faszinierende und oft heftig diskutierte Theorien produziert. So ist es verständlich, dass man sich verladen fühlt, wenn man auf Webseiten mit solch klangvollen Namen, wie Science Daily lesen kann: Eine neue Studie legt nahe, dass Verbesserungen der Fähigkeit, die Wünsche anderer zu berücksichtigen, mit der Entwicklung einer Gehirnregion einhergehen, die für Selbstkontrolle zuständig ist.
von Marktete Ulrich - ins Deutsche übertragen von Horst Niederehe
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Diese Aussage verdient höchsten Beifall für perfekt gelungene Vernebelung. Man könnte auch einfach sagen: Kinder neigen zu egoistischem Verhalten, weil sie (d.h. ihr Gehirn) unreif sind.
Man mag ja ruhig alles hinterfragen, doch habe ich den Eindruck, dass diese Gegebenheit keiner besonderen wissenschaftlichen Forschung bedurft hätte. Diese Forschungsergebnisse, die Cell Press im Magazin „Neuron“ vom 8. März 2012 veröffentlichte, helfen uns zu verstehen, warum sich Kleinkinder oft schwer tun, egoistische Anwandlungen in den Griff zu bekommen, selbst wenn sie es besser wissen, und wir können daraus Erziehungsmaßnahmen entwickeln, die das Sozialverhalten positiv beeinflussen.
Wirklich amüsant ist jedoch, dass „SCIENCE“, denen dieser Zusammenhang zwischen Unreife und Eigensucht bisher wohl unbekannt war, ebenfalls eine pseudowissenschaftliche Lösung vorschlägt. Ich scherze nicht. (Und ich bin mir immer noch nicht sicher, ob dies nicht doch ein Scherz sein sollte). Oder hat vielleicht am Ende noch The Onion eine wissenschaftliche Kolumne?
„Unsere Ergebnisse stellen einen bedeutenden Fortschritt im Verständnis der Entwicklung des Sozialverhaltens dar, mit weitreichenden Implikationen für die Erziehungspolitik und unterstreichen die Notwendigkeit, Kindern zu helfen, das, was sie bereits wissen, auch zu tun.“ schlussfolgert Dr. Steinbeis. „Solche Maßnahmen können die Fundamente für einen vertieften Altruismus in der Zukunft legen.“
Mit anderen Worten, es bedarf verfeinerter Erziehungsprogramme, noch früher verordneter „frühkindlicher Bildungsmaßnahmen“ und noch intensiverer Sozialisierungsprogramme, finanziert aus irgendwelchen Etats des Bildungsministeriums und unterstützt durch irgendwelche Lehrergewerkschaften und Nachdiplom-Studiengänge einiger Universitäten, um schließlich Kindern beizubringen, selbstlos und moralisch aufrecht durchs Leben zu gehen.
Na dann, viel Erfolg dabei. Ich wette mein Geld darauf, (das, was mir nach den Abzügen übrig bleibt), dass die altmodische Vorstellung, nach der großzügige und freigiebige Eltern ihre Kinder zu Großzügigkeit und Freigiebigkeit erziehen, ebenso funktioniert, wahrscheinlich sogar besser.
Und dann hätte ich noch eine Frage an die Verhaltensforscher: Da das (physiologisch) unreife Gehirn des Kleinkindes Auslöser für Eigennutz und Mangel an Selbstkontrolle ist, gibt es sicher auch eine Rechtfertigung für egoistische Kinder im Alter von zehn Jahren?
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--> Link Self-Centered Kids? Blame Their Immature Brains
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