Gender: Vater und Mutter werden entsorgt

 Vater und Mutter werden entsorgt
Für das US - Außenministerium gibt es keine Mütter und Väter mehr - Das US - Außenministerium hat hart an der Überarbeitung aller Formulare gearbeitet, die als unabdingbar angesehen werden, Amerikaner, die ins Ausland reisen, administrativ zu begleiten und dabei ein wenig „Social Engineering“ betrieben.
von Vincenzina Santoro - ins Deutsche übertragen von Horst Niederehe
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* Anm des Übersetzers:“ Social engineering im engeren Sinne bedeutet die Manipulation der Bevölkerungs-, Sozial- und Altersstruktur einer Gesellschaft durch staatliche Maßnahmen wie Eugenik, Einwanderungsgesetzgebung, Ausländerrecht, Geburtenkontrolle, Familienförderung etc..“
Am 22. Dezember 2010, mitten in den Weihnachtsvorbereitungen wurde eine kurze Pressemitteilung veröffentlicht, die für Februar 2011 einige Sicherheitsverbesserungen für das Formular Consular Report of Birth Abroad Certificate ( HYPERLINK "" CRBA) ankündigte.
Der letzte Paragraf dieser Ankündigung war bemerkenswert: Mit den Anträgen für US-Pässe und den überarbeiteten CRBA werden statt den Bezeichnungen „MUTTER“ und „VATER“ die geschlechtsneutrale Bezeichnung „ELTER“ eingeführt. Diese „Verbesserungen“ sollen der Gender - Gerechtigkeit und der Berücksichtigung unterschiedlicher „Familientypen“ dienen.
Aufmerksamen Beobachtern entging diese wahrlich revolutionäre Ankündigung nicht, und so gab es in der Folge eine Lawine öffentlicher Debatten. Verteidiger der Familie widersprachen heftig dieser Neudefinition von Elternschaft, die Vater und Mutter ausgrenzt, während die Eiferer für homosexuelle Rechte die Geschlechtsneutralität der Entscheidung, die ganz auf ihrer Linie liegt, jubelnd begrüßten.
Und so hat die derzeitige US – Regierung wieder einmal das goldene Kalb, das sie verehrt, auf einen Sockel gestellt. Hier wird erneut der Versuch gemacht, eine kulturelle Wende einzuläuten, die die breite Mehrheit der Amerikaner nicht mitmachen will. So führten die Proteste prominenter Mütter und Väter immerhin zu einem Teilerfolg. Die Empörung war so gewaltig, dass die Außenministerin Hilary Clinton, die vorgeblich die „Details“ der Änderungen nicht kannte, zu einem „Salomonischen“ Kompromiss fand. Am 11. Januar 2011 erklärte das Außenministerium, dass die neuen Formulare die Bezeichnungen „Mutter, oder Elter 1“ und „Vater, oder Elter 2“ tragen werden. Diese „Lösung“ bedeutet aber weiterhin eine Herabwürdigung von Mutter und Vater als wahre Eltern.
Nach Ansicht des Ministeriums erfährt der Begriff „Familie“ heute nicht nur eine, sondern viele Definitionen, die die abstrusesten Ausprägungen des Zusammenlebens beschreiben.
Und doch wird der „FAMILIE“ eine solch grundlegende Bedeutung zugemessen, dass es die Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen (Artikel 23) wie folgt fasst:
Die Familie ist die natürliche und grundlegende Basis der Gesellschaft und steht deshalb unter dem besonderen Schutz von Gesellschaft und Staat.
Neue Definitionen für Familie zu erfinden ist keinesfalls „natürlich“, denn so wird ihre grundlegende Position in der Gesellschaft ausgehöhlt. Nur die Ehe von Mann und Frau, die offen für Kinder, und vielleicht noch mit anderen Blutsverwandten gelebt wird, ist eine Familie; eine wie immer angelegte Lebens- oder Lebensabschnitts-Partnerschaft ist keine Familie. Kinder sollten nicht „produziert“ werden, wie einige Verfechter von IVF fordern; man „shoppt“ geeignete „Eizellen“ und „Sperma“, als seien es Agrarprodukte. Ein Kind kann keine „zwei Muttis“ haben, nur eine hat dieses Kind geboren. Das Kind kommt ins Leben durch seine biologischen Eltern, also Mutter und Vater. Es entspricht seinen Bedürfnissen, dass diese beiden Individuen verlässlich für seine Ernährung, Erziehung und moralisch einwandfreies Heranwachsen sorgen.
Was immer bestimmte Individuen als Partnerschaftskonzept favorisieren, es sollte ihnen keinesfalls das Privileg eingeräumt werden, unter der Flagge der Familie, das Lebensprinzip der Natur zu usurpieren und auszuhöhlen. Das Vorgehen des Außenministeriums verletzt offensichtlich das Bundesgesetz zur Verteidigung der Ehe, welches „ein Mann, eine Frau, eine Ehe“ als Naturrecht bestätigt.
Selbst wenn Behörden oder Organe der Zivilgesellschaft für Änderungen von Lebensprinzipien eintreten, ernten sie am Ende nur Schande, weil sie das unwandelbare Naturrecht verletzen. Die Struktur der Familie ist unveränderlich und kann deshalb auch nicht angepasst werden, um allen Modeerscheinungen, Launen und Fetischen des Zeitgeistes genüge zu tun.
Dass ausgerechnet das Außenministerium so weit gegangen ist, muss man doppelt bedauern, denn es repräsentiert die politische Linie der Vereinigten Staaten gegenüber dem Ausland. Und es sei noch einmal betont, dass die ursprünglich geplanten Änderungen der Verantwortung des Staates zum Schutz von Ehe und Familie entgegenstehen, die Charta der UN Menschenrechte verletzen und der Gesellschaft schaden.
Bei der verstohlenen Art und Weise, mit der die neuen Formulierungen eingeführt wurden, fragt man sich, unter welchem Stein sich weitere grundlegende Änderungen normaler Lebensgestaltung im Interesse der Diversity (moderner Gegenbegriff zu Diskriminierung, um antidiskriminierende Maßnahmen argumentativ zu bündeln [ Anm. d. Übers.]) finden lassen.
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Vincenzina Santoro ist internationale Wirtschaftswissenschaftlerin. Sie vertritt die “American Family Association of New York” bei den Vereinten Nationen.
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