Schulen nur für Jungen und Mädchen in England weiterhin TOP

von Bert Pfahl
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In England gibt es weiterhin neben den privaten monoedukativen Schulen auch eine größere Zahl als in Deutschland von staatlichen Schulen, die nur Jungen oder nur Mädchen beschulen.

In einem Artikel der TIMES vom 20.1. 2017 erläutert N. Woolcock
das Ergebnis einer „Case Study“ der staatlichen Schulen, die in den Hauptfächern am besten abgeschnitten haben. Als beeindruckendes Ergebnis stellt sie heraus, dass unter den 20 besten staatlichen Schulen 19 reine Jungen- oder Mädchenschulen rangieren und nur eine gemischte Schule.

Nach den Gründen für dieses hervorragende Abschneiden gefragt, antwortet die Direktorin der Siegerschule in Barnet im Norden von London: Sicher ist ein Teil des Erfolges darin begründet, dass wir in zwei Prüfungen aus 2.400 Bewerbungen 100 Schülerinnen auswählen können, die dann hochmotiviert ihre Schullaufbahn durchlaufen. Als weitere Gründe gibt sie ein stark engagiertes Lehrerkollegium an und die Tatsache, dass sich die Schülerinnen in der Schule wie in ihrem zweiten Zuhause fühlen und untereinander sehr freundschaftliche Beziehungen aufgebaut haben. Nicht Leistungsdruck sondern Förderung der Neugier als Motivation, mehr wissen und lernen zu wollen, sei das pädagogische Konzept der Schule.

Auch die Schule, die bei diesem Ranking als zweitbeste abgeschnitten hat, ist eine reine Mädchenschule; auf den Plätzen 3-5 folgen drei Jungenschulen. Wenn man bedenkt, dass in Deutschland die Jungen inzwischen in ihren Leistungen von den Mädchen weit überholt worden sind, sollte es unsere Bildungsplaner zum Nachdenken anregen, wenn sie die hervorragenden Ergebnisse der Jungen in reinen Jungenschulen betrachten.