7 Tipps für ein glückliches zu Hause

von Tamara Rajakariar - ins Deutsche übertragen von Horst Niederehe
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Was gehört zu einem glücklichen Zuhause? Sind es viele kuschelige und bequeme Sofas, nette Nachbarn oder vielleicht superschnelles Wi-Fi? Man mag es glauben oder nicht, doch alle diese Dinge fanden Eingang in einer Liste, wie eine Studie auf Be Home Blog aufzeigt. Dazu gehören u. a. auch Dinge, die vielleicht weniger Zeit mit der Familie übrig lassen, doch mögliche Spannungen untereinander vermeiden helfen, wie ein eigenes Smartphone für jeden oder ein Schloss an der Badezimmertüre. Diese Dinge hören sich trivial an, doch gibt es in der 50 Punkte umfassenden Liste einige, die auch meinem Gusto entsprechen.

Hier meine Favoriten:

Das Haus in Ordnung halten

Überflüssig? Absolut nicht! Sich in einer sauberen, gepflegten Umgebung aufzuhalten, beruhigt und schafft eine ausgeglichene Atmosphäre. Ich hörte einmal jemand sagen, dass der Zustand der Garderobe den Seelenzustand eines Menschen widerspiegelt. Macht es dann nicht genauso Sinn anzunehmen, dass der Zustand des Hauses die Sinne des Menschen beeinflusst? In einem gepflegten Haushalt entspannt man gern, verweilt dort lieber, als von dort zu fliehen. Für mich ist ein gepflegtes Heim eine der Grundlagen für eine heitere, häusliche Atmosphäre.

Wissen, wann man um Verzeihung bitten muss

Es gibt wohl nichts, was die Stimmung in einem Haus mehr herunterzieht, als Spannungen und nachhaltiger Groll untereinander. Wenn Menschen gegeneinander aufgebracht sind, merkt es jeder irgendwie. Zuzugeben, dass man einen Fehler gemacht hat und um Verzeihung bitten, fällt sicher schwer, doch wenn man von Kind an schon bei Kleinigkeiten zu einer solchen Haltung angehalten wurde, fällt es auch bei größeren Fehlern nicht mehr so schwer. Ich habe immer versucht, mich zu entschuldigen und Frieden zu schaffen, bevor ich ins Bett ging. „Lass die Sonne über Deinem Ärger nicht untergehen“, sagt man zu Recht.

Keine Geheimnisse

Meine Familie tut sich schwer, Geheimnisse zu hüten und ich denke, das ist nicht schlecht. Wir waren immer alle freimütig und offen miteinander, wohl auch deshalb, weil unsere Eltern viel Verständnis zeigten. Sie waren überzeugt, uns das nötige Rüstzeug mitgegeben zu haben, um uns nicht ständig kontrollieren zu müssen und so sahen wir uns nicht veranlasst, Dinge hinter ihrem Rücken zu tun, konnten offen mit ihnen reden und sie respektierten unsere Entscheidung, oder boten Ratschläge an, wenn sie ernste Vorbehalte hatten. Es mag zwar manchmal enttäuschend sein, den eigenen Willen hintanzustellen, doch bin ich überzeugt, dass es uns nicht gleichgültig lassen kann, was im Leben der anderen wichtig ist, im Gegensatz zum weit verbreiteten Klischee, dass Familienmitglieder meist nicht miteinander auskommen können.

Malereien der Kinder aufhängen

Was unser Haus so attraktiv macht? Es ist Familien-freundlich. Es fand sich immer irgendwo ein Platz an den Wänden, die „Kunstwerke“ der Kleinen zu präsentieren und obwohl sie oft alles andere, als stilvoll waren, waren wir Kinder doch glücklich darüber. Es geht nicht nur darum, ein hübsches, vielleicht sogar treffendes Bild aufzuhängen, sondern den Kindern zu zeigen, dass ihre Talente geschätzt werden, ihre Arbeit gewürdigt wird und die Familie stolz auf sie ist. Warum also nicht?

Gute Witze / vertrauliche Gespräche / Zeit füreinander

Wie in jeder anderen Familie kabbeln wir uns um Kleinigkeiten. Doch sind die schönsten Momente die, wenn alle 9 bis 12 Familienmitglieder sich nach dem Essen um unseren eigentlich nur für 6 Personen ausgelegten Tisch quetschen und wir alle lachen und quatschen. Oder wenn unser Vater den Grill im Garten anwirft und wir einfach beim Essen entspannen. Oder lange, abendliche Gespräche im Zimmer unserer Eltern. Wir legen unsere Smartphones beiseite, brauchen keinen Fernseher und reden einfach ausgiebig miteinander. Das sind einzigartige Momente, die uns helfen, die Familienbande zu festigen.

Schön, wenn Großeltern in der Nähe wohnen

Machen Großeltern nicht alles schöner? Wenn sie in der Nähe wohnen, ist es in vieler Hinsicht einfach großartig. Unsere Oma lebt bei uns, was bedeutet, dass eine weitere erwachsene Person da ist, Mitverantwortung zu übernehmen. Sie war unser Babysitter, als wir klein waren. Sie verwöhnt uns, singt uns Lieder vor, besonders an Geburtstagen und ist eine einigende Größe in der Familie. Großeltern können so viel geben, aber leider schätzt man sie in unserer westlichen Gesellschaft nicht besonders und schiebt sie -oft viel zu früh- in Heime ab. Ich würde sehr gerne sehen, dass sich das ändert.

Musik, ganz viel Musik

Vielleicht braucht nicht jede Familie Musik, doch meine blüht dabei auf. Wir lieben Musik im Auto, als Hintergrund beim sonntäglichen Brunch, während des Hausputzes - immer! Wir brauchen Musik, um die Stimmung zu heben und eine heitere Atmosphäre zu schaffen, was natürlich voraussetzt, dass wir fröhliche Klänge hören.